Chronik

Die Antoniuskirche in der Paulustorgasse diente seit 1786 laut einer Verfügung des damaligen Kaisers Josef II. als erste Krankenhauskirche und wurde durch den Neubau des Landeskrankenhauses und seiner jetzigen Kirche abgelöst.

 

1909 wurde nach den Plänen des Baurates Karl Hupfer und des Architekten Ing. Franz Gabric mit dem Bau der neuen Kirche im Jugendstil begonnen. Als Vorbild diente die Kirche „Am Steinhof“ in Wien.

 

Am 20. Mai 1912 wurde die neue Kirche von Fürstbischof Dr. Leopold Schuster geweiht. Als Titel wurde bestimmt: „Zum Heiligsten Erlöser im Landeskrankenhaus“. Am selben Tag wurde auch das neue Landeskrankenhaus gesegnet, das in einem Zeitraum von neun Jahren erbaut wurde. 1919 wurde der Seelsorgebereich Landeskrankenhaus zu einer Personalpfarre erhoben und die Kirche damit zur Pfarrkirche. Erster Pfarrer war Dr. Matthäus Winter.

 

Das Altarbild stammt vom akademischen Maler Alfred v. Schrötter und will an das Schriftwort im Matthäusevangelium erinnern: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen…“

 

Besondere Beachtung verdienen die Reliefs: Die 14 Kreuzwegstationen und das Marienrelief über der Sessio, eine Nachbildung des italienischen Bildhauers Donatello, die biblischen Symbole der Evangelisten im Kuppelansatz sowie die Reliefs unter der Orgelempore: Der Hl. Josef mit dem Jesuskind und der LKH-Kirche in seinen Händen sowie die Hl. Katharina Labouré mit der „Wundertätigen Medaille“.

Baustellenfoto aus dem Jahre 1909 mit eingerüstetem Kirchenrohbau.

1930: Festlich geschmückte Kirche zum

100-Jahr-Jubiläum der

„Wundertätigen Medaille“

Im Sommer 2005 schmückte für einige Monate ein „alternatives“ Altarbild die LKH-Kirche: Der „Barmherzige Jesus“ nach einer Vision der Hl. Schwester Faustine, gemalt von Wolfgang Huhs.